Grundleitung

Auch: Grundleitungen, Sammelleitung im Boden

Eine Grundleitung ist eine Abwasserleitung im Erdreich unter einem Gebäude oder in dessen Bodenplatte, die das Abwasser aus den Fallleitungen sammelt und zum Hausanschluss führt.

Nach der Systematik der Norm SN 592 000, wie sie die Vorgehensempfehlung des Kantons Luzern zum Kanalisationsunterhalt wiedergibt, gehören die Grundleitungen eines Gebäudes bis zum ersten Kontrollschacht ausserhalb des Gebäudes zur Gebäudeentwässerung und damit zur privaten Liegenschaftsentwässerung.

Weil Grundleitungen im Boden liegen, sieht man Schäden erst, wenn es verstopft, riecht oder Wasser zurückstaut. Die Stadt St. Gallen nennt bei Grundleitungen besonders offene Rohrverbindungen, defekte Fugen und Rohrbrüche, durch die Abwasser ins Grundwasser versickern kann. Untersucht werden sie nach einer Spülung mit Kanalfernsehen. Verlaufen sie in der Bodenplatte, verlangt der Kanton Bern bei der Zustandsaufnahme privater Abwasseranlagen mindestens die Aufnahme des Hausanschlusses bis zur Gebäudefassade.